Monatelang hatte sich das Planungstermin von BSC und SSC auf die Veranstaltung vorbereitet. In zahlreichen Sitzungen wurde der Rahmen für das sportliche Event abgesteckt, ohne genau zu wissen, wie dieser üblicherweise aussieht und wie viele Zuschauer zu erwarten sind. Aber auf die Weslarner ist Verlass: Bereits am frühen Samstagnachmittag war das Gelände am Sportlerheim gut gefüllt.
Samstag Vormittag, die Anlage ist bereit:




Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Bürgermeister der Stadt Soest Marcus Schiffer und dem ersten Vorsitzenden des BSC Jürgen Bertram, die ein kurzes Grußwort an die Sportler richteten (siehe auch Bericht des Soester Anzeiger weiter unten)












Als der Wettkampf begann, hätte sich manch einer der Besucher etwas mehr Informationen zum Ablauf gewünscht, aber auch so war es ein grandioser Anblick, wenn 40 Bogenschützen und -schützinnen gleichzeitig ihre Pfeile auf die 70m entfernten Ziele abschossen.






Kurz gefasst ist der Wettkampfmodus wie folgt: Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Pro Durchgang schießen vier Schützen des einen Teams gegen vier Schützen des anderen jeweils sechs Pfeile. Dafür haben sie vier Minuten Zeit. Wer in diesem direkten Duell mehr Ringe erzielt, erringt einen Punkt. Nach jedem Durchgang erfolgt die Trefferaufnahme an die Zielscheiben, das bedeutet jedes Mal eine Wanderung von 70m hin und wieder zurück. Falls bei zwei Schützen die Ringzahl gleich ist, wird ein Entscheidungspfeil geschossen. Die Mannschaft, die nach vier Durchgängen die meisten Punkte erzielt hat, gewinnt die Partie. Da insgesamt 16 Punkte vergeben werden, ist auch ein Unentschieden möglich, was jedoch recht selten vorkommt.

















Leider war der Wind den ganzen Tag über ziemlich stark, so dass mehrfach die Pfeilfangnetze mit Schraubzwingen, Seilen und Sandsäcken neu gesichert werden mussten, hauptsächlich deswegen, weil sie im Wind flatterten und dadurch die Schützen irritierten.
Nach Ende des Wettkampftages wurden die Tombola-Lose gezogen:











Danach klangt die Veranstaltung langsam aus, was einige Unentwegte jedoch nicht davon abhielt, bis tief in die Nacht vor Ort zu verweilen.
Am nächsten Tag wurde der Wettbewerb fortgesetzt. Der Seriensieger Oberbauernschaft leistete sich keine Niederlage und wurde hochverdient erneut Deutscher Meister. Auch der CfB Soest zeigte eine starke Leistung und wurde am Ende Vizemeister.






















Die Siegerehrung nahmen der Landrat des Kreises Soest Heinrich Frieling, Bürgermeister Malte Dahlhoff, Ortsvorsteher Dirk Dahlhoff sowie Vertreter des DBSV vor. Nach dem Abspielen der Nationalhymne wurden den siegreichen Mannschaften Pokale, Urkunden und Medaillen überreicht. In seinem Schlusswort lobte Bürgermeister Malte Dahlhoff die gelungene Veranstaltung und die gute Zusammenarbeit der beteiligten Vereine.












Bericht des DBSV:
SV Blau Weiß Oberbauerschaft gewinnt erneut in der Bundesliga
Nachdem der SV Carl Zeiss Jena am 2. Maiwochenende die Bundesligahinrunde ausgerichtet hat, trafen sich alle zehn Mannschaften am 13. und 14. Juni in Bad Sassendorf-Weslarn zur Rückrunde.
Der Gastgeber, der CfB Soest, hatte das Turnier auf die herrliche Anlage des SSC BSC Weslarn verlegt. Der CfB übernahm die sportliche Leitung, die Weslarner das Catering. Im Vorfeld hatten Stefan Franke und sein Team mächtig die Werbetrommel gerührt. Neben dem Landrat des Kreises Soest und dem Soester Bürgermeister waren zahlreiche Vertreter der lokalen Politik vor Ort. Auch hatte man das Gefühl, der gesamte Ort war auf den Beinen, sich das Bundesligafinale anzuschauen.
Sowohl die Mannschaft von Blau Weiß Oberbauerschaft als auch der Punktbeste des Vorjahres, David Stohdick konnten ihre Pokale aus dem Vorjahr verteidigen. Herzlichen Glückwunsch!
Stefan Franke, Vorsitzender des CfB Soest: „Nur gemeinsam mit unserem befreundeten Nachbarverein konnten wir dieses Turnier ausrichten. Unser Bogenplatz des CfB wäre zu klein gewesen. Das zahlreich erschienene Publikum zeigt, dass sich die umfassende Werbung vor Ort gelohnt hat.“
Ludwig Assling, Kampfrichter: „Seitens des Ausrichters war das gigantisch organisiert. Den Wettkampfmodus kannte ich bisher nur aus der Theorie, er gefällt mir außerordentlich gut.“
David Strohdick: „Es reizt mich immer wieder an der Bundesliga teilzunehmen. Es ist ein völlig anderer Modus als bei anderen Wettkämpfen. Jede Runde zählt. Das Verhältnis zwischen den Mannschaften empfinde ich als besonders herzlich.“
Danke an den Ausrichter, auch für dass kleine Präsent, welches jeder Teilnehmer bekam. Nur der Wind hätte ruhig etwas weniger sein können.
Alle freuen sich auf das Wiedersehen zum Bundesligaauftakt am 1. und 2. Mai 2027 auf der Anlage der Hamburger Bogenschütze Gilde.
Soester Anzeiger:




